Tarifvertrag tv-avh (e15)

Ändert sich das Erfahrungsniveau, wenn ein Mitarbeiter zu einer anderen Forschungseinrichtung wechselt? Wenn postdocs beispielsweise die Institutionen für ein neues Forschungsprojekt wechseln, behalten sie in der Regel ihr Erfahrungsniveau mit der bisher auf diesem Niveau verbrachten Zeit. In diesem Bereich hat es in den letzten Jahren einige Verbesserungen gegeben, insbesondere beim Wechsel zwischen verschiedenen Tarifverträgen. Sie müssen eine Anfrage an den neuen Arbeitgeber richten, um sicherzustellen, dass diese Berufserfahrung anerkannt wird. Wenn es schwierig ist, einen geeigneten Kandidaten für die betreffende Stelle zu finden, können die Einrichtungen sogar weiteren Anfragen ihrer zukünftigen Mitarbeiter nachkommen. Dies kann bedeuten, dass sie in eine höhere Gruppe verschoben werden oder zumindest eine Garantie dafür besteht, dass das Institut den Mitarbeiter zu einem früheren Zeitpunkt auf die nächste Erfahrungsstufe überführt. Da Tarifverträge ein breites Spektrum unterschiedlicher Gehälter festlegen, kann der Wechsel zwischen verschiedenen Tarifverträgen und Erfahrungsstufen zu Lohnverlusten führen. Als Postdoc ist es daher ratsam, Ihr voraussichtliches Gehalt vor dem Wechsel zu einem neuen öffentlichen Arbeitgeber zu überprüfen. Innerhalb jeder Lohngruppe wird zwischen den Fürden jeweiligen Berufserfahrungsstufen unterschieden. Seit 2018 gelten für alle Tarifverträge sechs Erfahrungsstufen mit zunehmender Zeit auf jeder Ebene. Erfahrungsstufe 1 ist Anfängern in der jeweiligen Lohngruppe vorbehalten.

Die Forscher erreichen nach nur einem Jahr Stufe 2, aber dieser Zeitraum muss innerhalb eines einzigen Arbeitsvertrags liegen. Auf der anderen Seite braucht die Forscher zehn Jahre, um Level 5 zu erreichen. Forscher schließen in der Regel einen Arbeitsvertrag mit einer Universität oder Forschungseinrichtung ab. Diese große Gruppe umfasst Doktoranden und Postdocs, aber auch Nachwuchsgruppenleiter. Das Gehalt der Forscher wird in einem Tarifvertrag festgelegt, der zwischen dem Arbeitgeber des öffentlichen Sektors und den Gewerkschaften ausgehandelt wird. Dies basiert entweder auf dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVoeD), der für bund und länderweit gilt, oder dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst in den einzelnen Bundesländern (TV-L). Ein Sonderfall ist Hessen, das nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft der Länder ist und mit den Gewerkschaften, dem TV-H, einen eigenen Tarifvertrag abgeschlossen hat. Der von der jeweiligen Einrichtung gezahlte Satz ist in der Stellenausschreibung angegeben. Forschungsarbeiten erfordern oft, dass Forscher einige Zeit im Ausland verbringen oder stipendienfinanziert werden. Im Allgemeinen wird die einschlägige Berufserfahrung an einer Forschungseinrichtung im Ausland in diesem Sektor allgemein anerkannt, sofern sie während ihrer Tätigkeit im Ausland einen Arbeitsvertrag hatten.

Andererseits werden Zeiten, die durch ein Stipendium finanziert werden, nur als “nützlich” betrachtet. Sie können als Berufserfahrung angesehen werden, aber dies ist nicht garantiert. Mutterschaftsurlaub, bezahlter Urlaub und Arbeitsunfähigkeit bis zu einem Höchstbetrag von 39 Wochen gelten nicht als Unterbrechungen der im jeweiligen Zeitraum der Tarifverträge verbrachten Laufzeit. Beschäftigte Postdocs erhalten wie alle ihre Kollegen im öffentlichen Dienst eine besondere Jahresvergütung. Der Sonderzahlungsbetrag richtet sich nach dem geltenden Tarifvertrag und davon, ob der Arbeitnehmer in einem alten oder neuen Bundesland arbeitet. Sie beträgt zwischen 33 % und 60 % ihres durchschnittlichen Monatsgehalts. Postdocs, die Kinder haben, in Hessen arbeiten und unter das TV-H fallen, erhalten zusätzlich zu ihrem Gehalt auch ein Kindergeld.