Mustergärten niedersachsen

Das Modell, das das Ausmaß der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zeigt, ist ein Augenöffner. Wie sich herausstellt, kann die Aufhebung von Verboten und Lockerungsbeschränkungen ansteckender sein als ein Virus. Niedersachsen war gerade dabei, seine Pläne vorzustellen, als Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee laut deutschsprachigen Medien einen Vorschlag für einen “Ausstieg aus der totalen Pattsituation” ankündigte. Am 22. Mai 2020 könnten Thüringens Kneipen, Restaurants und Cafés wieder öffnen, wenn sich Minister Tiefensee, ein ehemaliger Bundesminister, durchsetzt. Die Herrenhäuser Gärten, IPA: [ˈhɛʁn̩hɔʏzɐ ˈɡɛʁtn̩]) des Schlosses Herrenhausen in Herrenhausen, einem Stadtteil der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover, bestehen aus dem Großen Garten, dem Berggarten, dem Georgengarten und dem Welfengarten. Die Gärten sind ein Erbe der Könige von Hannover. Seit 2013 beherbergt es drei Ausstellungsräume für das Historische Museum Hannover, in dem die Gestaltung der Gärten und die herausragenden Persönlichkeiten aus Hannovers Vergangenheit wie Wilhelm Leibniz erzählt werden. In gewisser Weise klingt das Modelldorf wie eine alternative Realität zu der egogesteuerten Gesellschaft des Jahres 2017, in der die soziale Solidarität auf einem historischen Tiefstand ist. Populisten spielen Eingeborene gegen Neuankömmlinge, Politiker bauen Zäune. Wir gegen sie scheinen in diesen Tagen Wahlen zu gewinnen. Herr Hagelstein und seine Utopistenkollegen finden das schrecklich. Sie sagen, dass sie von der Liebe in einer Ära geführt werden, die von Wut geprägt ist.

Neben einem einsamen Bahngleis, etwa fünf Minuten zu Fuß vom Feld entfernt, befindet sich hier der rote Backsteinkern des Dorfes: Hitzackers ehemaliger Bahnhof. Die Deutsche Bahn hatte das dreistöckige Gebäude vor Jahren mit einem kleinen Turm und runden, gewölbten Fenstern versteigert. Der Verein Kulturbahnhof Hitzacker – auf Englisch der “Kulturbahnhof” oder kurz “Kuba”, kurz “Kuba” – gewann die Ausschreibung. In der Eingangshalle des Gebäudes befinden sich Flyer für die Flüchtlingshilfe, Yogakurse und die Wendland-Saatgutbörse sowie Auszüge aus verschiedenen linken Traktaten, die auf Recyclingpapier gedruckt sind. Das Dorf hat sein Büro im zweiten Stock; im Nebenraum befindet sich ein Holzmodell, mit kleinen Häusern, die über eine grüne Fläche gestreut sind. Das ist die Zukunft. Grün ist die dominierende Farbe in der Landeshauptstadt Niedersachsen.